4. Oktober 2013

TibKids an der Dotoe Party, Eschenbach/SG 28. September 2013


Das Dotoe-Fest wurde 1979 von der ersten Generation Tibet-Schweizer ins Leben gerufen. Viele der Kinder, die an der diesjährigen Aufführung teilgenommen haben, gehören mittlerweile der dritten Generation an. Bereits die Mütter tanzten als kleine Mädchen am Dotoe-Fest!

Zwölf Kinder fanden sich an acht Sonntagen von Juni bis September für ein bis zwei Stunden zum Üben ein, damit die Aufführung gut klappt. Dabei haben die Kinder nicht nur gelernt, sondern auch Freundschaften geschlossen. Sie haben viel Lob bekommen für ihre Darbietung der folgenden Lieder und Tänze, die sie einstudiert haben:

  1. Tibetische Nationalhymne
  2. Das Freudenlied "Gakyi Luyang" 
  3. Der Khampasong "Hallo Kumpel!" oder auf Tibetisch: "Arrog Khampa!"
  4. Der Weisse Seidenschal "Lhadar Kharpo"
  5. Das Wiedersehenslied "Jelyong" 
Der Dotoe-Vereinigung gebührt Dank für die Plattform, die sie den Kindern zur Verfügung stellt und ein grosses Dankeschön geht auch an die Eltern, die bei hinter der Bühne beim Um-und Anziehen sowie beim Frisieren und Aufräumen geholfen haben!

Die Dotoe Kids 2013 in festlicher zentraltibetischer Kleidung

Die Dotoe Kids 2013 in voller osttibetischer Montur - Kham Style

Die Dotoe Kids 2013 mit Trachten im gemischten Stil

Dotoe Jungs mit den für Osttibeter typischen roten Haarzotteln



Dotoe Mädels (9-11 J) tanzen als Jungs in
zentraltibetischer Kleidung und dem typischen Hut "Tsering Kyingkor"


Der jüngste Teilnehmer (5J) mit seinem etwas älteren Freund (8J)


Die grösseren Dotoe Mädels (11 - 14J) in Phantasie-
Chupas für die Bühne


Zwei der kleineren Dotoe Mädels (7J) in zentraltibetischer Tracht
mit traditionellen "Trabschu" in den Zöpfen

TibKids an der Internationalen Buddhistischen Kinderwoche 2013


Zum zweiten Mal durften wir an der Kinderwoche einen tibetischen Tanzworkshop anbieten. Kinder aus der Schweiz, Deutschland, Oesterreich und Rumänien haben das buddhistische Zufluchtsgebet in einer getanzten Form gelernt.

Für den Kranichtanz "Trungtrung Karmo", den die TibKids bereits öfter aufgeführt haben, bastelten die Kinder diesmal wunderschöne Vogelmasken.

Die Kinder haben alles in allem eine tolle Woche erlebt, neue Freundschaften geschlossen und vieles gelernt.


Kraniche bereit zum Abflug

Lama-la kyapsu tschiu - Das Zufluchtsgebet in getanzter Form kurz
vor dem Start


Blick in die Zuschauerränge

Die Vorführungen waren vielfältig und gingen bis in den späten Abend

Morgens bekommen die Kinder eine Einführung in die buddhistische Lehre

Gruppenbild Kinderwoche 2013

TibKids an der Geburtstagsfeier von Trijang Rinpoché in Le Mt. Pèlerin, 15. Oktober 2012


Mit fast einem Jahr Verspätung berichten wir über unsere Aktivitäten zur 30. Geburtstagsfeier von Lama Trijang Rinpoché, der dazu extra aus Amerika in die Schweiz eingeladen worden war.

Zusammen mit den TibKids und der multinationalen Glaubensgemeinschaft vom Kloster Rabten Choeling haben wir ein breitfächeriges Unterhaltungsprogramm auf die Beine gestellt, wo über tibetische Folklore und Pop, nepalesische Tanzeinlagen bis hin zu westlicher Klassik alles dargeboten wurde. 

Die Aufführung begann am späteren Nachmittag und dauerte bis spät in den Abend. Für alle, die es noch nicht wissen sollten: Im Festefeiern sind die Tibeter Weltmeister - ausdauernd, ausgiebig und ausgelassen.

Das Videomaterial ist entsprechend umfassend ausgefallen. Wir wollen in diesen Ferien ein "Best of" Extrakt in Angriff nehmen und posten es dann hier.

Die Begegnung mit dem hohen Gast aus Amerika und die Festlichkeiten waren sehr eindrücklich. Wir erinnern uns noch immer an diese kostbaren Momente und zehren vom Segen, der uns zu Teil wurde. 

Bilder zum Besuch findet ihr auf der Internetseite des Klosters -> hier.

Lama-la kyapsu tschiu :--)


Hier ist der Eröffnungstanz der Geburtstagsfeier Gakyi Luyang - "das Freudenlied":



30. November 2012

Wetziker Weihnachtsmarkt, 24. November 2013: TibKids sammeln für den Ringa Kindy in Tibet

Es geht gleich los:  Die TibKids am Anfang vom Markt

Wir haben uns wieder ins Zeug gelegt, fleissig gebacken, geröstet, gekockt, abgepackt, ausgeschenkt und schliesslich verkauft. Der Erlös aus dem Verkauf von tibetischen Backwaren und allerlei sonstigem Krimskrams am diesjährigen Wetziker Weihnachtsmarkt wird es dem Ringa Kindy erlauben, seine laufenden Kosten für 2013 zu bestreiten. Wir freuen uns für die KindergärtnerInnen!

Auf eine Tanzvorführung haben wir dieses Jahr verzichtet, obwohl einige der Marktbesucher extra gekommen sind, um den "Kranich-Tanz" vom letzten Jahr zu sehen. Da die TibKids diesen Herbst punkto Performance aber so viel um die Ohren hatten (davon haben wir noch gar nicht berichtet), sollen sie sich nun ruhig ein Päuschen gönnen. Vielleicht machen wir ja nächstes Jahr wieder mit.

Auf alle Fälle danken wir den freiwilligen Helferinnen und Helfern, allen voran unserem lieben Tantchen, Yangzom Namgyal, die extra aus dem Toggenburg ins Zürcher Oberland gefahren kam, um unbekannte Esswaren wie "Khabsè", "Drengö" sowie "Bötscha" unter die WetzikerInnen zu bringen.

Wir sind schon am Überlegen, ob wir unser Angebot nächstes Jahr um ein paar dampfend heisse Momos erweitern sollen...






Unsere fleissige Mithelferin: Yangzom hier mit Jigme 
Zwischendurch mal auspannen - Tsering und Padmé "bedrängen" Pema

Noch wenige Augenblicke, dann machen wir dicht

Ein verdient leckeres Fondue nach vollendetem Werk

2. August 2012

TibKids an der internationalen buddhistischen Kinderwoche 2012


Jeden Sommer bietet das tibetische Kloster Rabten Chöling im Welschland eine Ferienwoche für Kinder an, wo sie in den Buddhismus eingeführt werden. Kinder aus ganz Europa und sogar Nordamerika reisen zu diesem Zweck an. Für die TibKids ist "die Kinderwoche" das Highlight vom Sommer. Obwohl das Lager offiziell erst ab 8 Jahren ist, durften wir unsere Kinder schon mitgenehmen, als sie noch Babies waren

Tsering (links) und Padmé, erste gemeinsame 
Kinderwoche 2006

Tsering, Kinderwoche 2012
Padmé, Kinderwoche 2012
Zusammen mit den älteren Kindern fanden sich die beiden jeden Morgen von 9 bis 10 Uhr im Tempel ein, um vom Abt des Klosters, dem Ehrwürdigen Gonsar Rinpoche, die Bedeutung von grundlegenden buddhistischen Handlungen zu erlernen. Warum offeriert man Wasser und Weihrauch? Welche Bedeutung haben die Niederwerfungen und wie macht man sie richtig?

Im Tempel kurz vor Unterrichtsbeginn
Durch das Erklären der äusseren Rituale werden den Kindern die inneren buddhistische Grundwerte wie Rücksicht und Mitgefühl, aber auch Selbstbeherrschung, Fleiss und Disziplin vermittelt. Jedesmal wenn sie eine rituelle Handlung durchführen, wie zum Beispiel einer Niederwerfung, sollten sie sich ihrer inneren Bedeutung bewusst werden.


Zudem wurden die Kinder vertraut gemacht mit der Meditation der Zufluchtnahme zu den Drei Juwelen, dem Gebet des Geistes der Erleuchtung, Den Vier Unermesslichen Einstellungen, dem Mantra von Buddha Shakyamuni,  dem Manjushri-Mantra, dem Mantra von Avalokitesvara, dem Widmungs- sowie Tischgebet. 


Nach der Einführung durch den Abt des Klosters konnten die Kinder das Gehörte in kleinen Gruppen unter Anleitung eines Mönches oder einer Nonne vertiefen.

Um die Mittagszeit stieg immer ein verführerischer Duft aus der Klosterküche. Die Mönche und HelferInnen kochten jeden Tag leckere Mahlzeiten, die jedes Kinder- und so manches Erwachsenenherz höher schlugen liessen. Wer nicht schon vom Hunger übermannt war, hatte die Gelegenheit, das zuvor im Tempel erlernte Tischgebet gleich sprechen zu üben. Es soll helfen, Achtsamkeit zu entwickeln, selbst bei ganz profanen Tätigkeiten wie "essen".

Schlange stehen für Pommes & Bratwurst oder Vegi Nuggets

Täglich 200 Mahlzeiten zubereiten zum Frühstück, Mittag
sowie Abendessen!
Am Nachmittag konnten die Kinder zwischen verschiedenen Ateliers auswählen: Gebetsfahnen drucken, Buddhas malen, Japanische Stickerei, Einführung in die tibetische Schrift,  Speckstein bearbeiten, tibetischer Tanz oder Sport.

Wie malt man einen Buddha und wie malt man Tierfiguren
im Buddhismus? - Ein professioneller buddhistischer
Maler führt die Kinder ein.
Der tibetische Tanzworkshop wurde dieses Jahr zum ersten Mal von TibKids durchgeführt. Nach anfänglicher Zurückhaltung sind im Lauf der Woche immer mehr vor allem jüngere Kinder hinzugekommen. Sie haben zwei Stücke gelernt, die thematisch so gewählt waren, dass sie in die buddhistische Kinderwoche passten. Kinder, die mit der tibetischen Kultur weniger vertraut waren, wurde ein Einblick in die Kultur vermittelt. Kinder, die in der tibetischen Kultur verankert sind, wurde "noch mehr Fleisch an den Knochen" gegeben: Sie hatten Gelegenheit, ihr Vokabular und ihr Tanzrepertoire zu erweitern.

Erste Tanzschritte bei schönstem Wetter
Für die Kleinsten haben wir zudem ein kleines Bastelprojekt vorbereitet, da sie für einige der Workshops zu klein waren. Sie haben kurzerhand für das Spiel "Twister" (= Verrenkung) sowohl die Spielfläche als auch die Drehuhr selbst gebastelt.
Ein altes Leintuch dient als Grundlage, ein
künstlerisch begabtes Mami zeichnet die Kreise
vor und schon legen die Kids mit ihren Pinseln los.
Die Farbe ist trocken, die Drehscheibe zusammengebastelt,
jetzt kann es mit dem "Verrenken" losgehen.
Nach den Workshops gab es einen gesunden z'Vieri bestehend aus frischen Früchten und Knabbersachen. Danach konnten die Kinder für den Rest des Nachmittags im hauseigenen Pool und Park bei Les Tassoneyres abhängen, Fussball oder Volleyball spielen und auf dem Trampolin herumhopsen

Uma (in roter Hose) legt sich ins Zeug, aber die grossen
Jungs spielen manchmal etwas zu ruppig für die Jüngeren. 



Um 18 Uhr versammelten sich die Kinder mit der Klostergemeinschaft im Tempel zum Abendgebet. Nach dem Abendessen um 19 Uhr hatten die Kinder dann Gelegenheit, an einer Frage-und-Antwort-Stunde alles über Buddhismus zu erfahren, was sie schon immer wissen wollten: Warum hat Buddha so lange Ohren? Warum gibt es Erleuchtung? Warum gibt es Menschen? Und warum müssen wir lernen, wenn wir Ferien haben? - Auch die anwesenden Eltern profitieren von den Fragen der Kinder!


Besonders eindrücklich waren die Feierlichkeiten zum Gedenktag, an dem Buddha seine erste Lehrrede hielt (Choekhor Duechen, 23. Juli 2012). Die Feier beinhaltete eine Prozession sowie das "Offerieren des Bades" zu Ehren Buddhas. Alle Kinder durften Buddha "waschen" um somit symbolisch falsche Ansichten entstanden aus Hass, Ärger, Neid, Unwissen und Gier im eigenen Geist zu bereinigen.


Besammlung zur Prozession auf der Sonnenterrasse; ein
Bildnis von Buddha wird von zwei Jugendlichen in einer
Sänfte getragen, geschützt von einem gelben Schirm.
Wir marschieren los und drehen feierlich eine Runde um die Klosteranlage.
Pema offeriert Buddha ein Bad unter
Anleitung vom Ehrwürdigen Rabten Yangsi
Rinpoché. Uma beobachtet, damit sie weiss,
wie es geht
Tenzin (im roten T-Shirt) wartet, bis sie an der Reihe ist.
Höhepunkt der diesjährigen Kinderwoche war das Picknick am Strand in Lausanne sowie die Pokalverleihung vom Fussballturnier. Für die Ehrwürdigen Lamas und Geshes wurde eigens dafür ein original tibetisches Festzelt aufgestellt.

Pokalvergabe Fussballturnier vor dem tibetischen Zelt
Knobeln und spielen am Strand in Lausanne, Plage de Vidy

Der Sponsor und Schiedsrichter vom Fussballturnier,
Jean aus Lyon, wird mit einer Khata verdankt.
Am letzten Abend stellen die Kinder Gegenstände vor, die sie in den Workshops erarbeitet haben. Zur grossen Freude des Abtes und aller Anwesenden präsentieren einige Jugendliche drei tibetische Tänze, die sie zuvor spontan unter Anleitung von Dolma einstudiert haben. Auch die jüngeren Kinder präsentieren die beiden Tänze, die sie erlernt haben. Alle Performer werden mit dem Überreichen einer Khata geehrt und dürfen für ein Gruppenbild mit den verehrten Lamas von Rabten Chöling posieren:

"Rabten Youth Dance Group" (hintere Reihe) und "Rabten 
Children's Dance Group" flankiert vom Ehrwürdigen 
Gonsar Tulku (Vordergrund) sowie dem Ehrwürdigen 
Rabten Yangsi Tulku.
Es ist nicht selbstverständlich, dass Kinder dem Dharma auf so natürliche, unbeschwerte und kindgerechte Art begegnen können wie in der internationalen buddhistischen Kinderwoche in Rabten Chöling. Es gibt sie bereits seit über 30 Jahren. Anfänglich nur für tibetisch-stämmige Kinder, zieht sie inzwischen Altersgenossen aus der halben Welt an, die in ähnlicher Weise an der tibetischen Kultur und Religion interessiert sind. Wenn es diese internationale buddhistische Kinderwoche nicht schon gäbe, müsste man sie unbedingt erfinden.




Entspannen bei einem Film: Einige der kleinsten 
Teilnehmerinnen bei ihrer Pyjama-Party vor dem Zubettgehen.

Padmé und Tenzin Lhamo am Relaxen, 2012 
Kinderwoche 2012
Kinderwoche 2010
Pema, im Specksteinatelier, 2010
Uma und Nilai im Specksteinatelier, 2010 
Best of friends - Kinderwoche 2010